Tuning-Projekt Stabilisatoren am Losi XXL
Diesmal werden Stabilisatoren an meinem Losi XXL Truck montiert
Losi bietet, mit der Teile-Nummer LOSB2221 ein komplettes Set Stabilisatoren an
Alle notwendigen Kleinteile sind dabei, und das Wichtigste,
Was bewirken Stabilisatoren
Stabilisatoren (Abk.: Stabis) haben die Aufgabe, beim Einfedern des einen Rades das gegenüberliegende Rad an der selben Achse mit einfedern zu lassen.
Dadurch reduziert sich die Seitenneigung, bzw. Rollneigung des Fahrzeuges, das kurveninnere Rad bekommt mehr Grip.
Seitenführungs-, Brems- und Beschleunigungskräfte werden besser übertragen und verbessern somit das Kurvenverhalten.
Es gibt unterschiedliche Materialstärken der Stabi-Drähte, um den Grad des oben erwähnten Effektes wählen zu können, sprich das Setup beeinflussen
Härterer Stabi = Rollneigung niedriger, aber reduzierter Grip, Fahrzeug fahrstabiler, weicherer Stabi = höhere Rollneigung, aber erhöhter Grip.
Im Stabi Set von Losi befinden sich zwei unterschiedliche Drahtstärken
Ich habe mich für folgende Konfiguration entschieden
Vorderachse = Weich, 2,5 mm Drahtstärke, Hinterachse = Hart, 3 mm Drahtstärke
Nun zur Montage
Derm Stabi-Set von Losi liegt eine Einbauanleitung in Form einer Abbildung bei
Mehr braucht man auch nicht, um den Einbau zu bewerkstelligen
2 x 2 Stahldrähte sowie alle benötigten Kleinteile sind dabei
zwei der vier mitgelieferten Stabidrähte haben 3 mm Stärke . . .
. . . .und die anderen zwei weisen eine Stärke von 2,5 mm auf
Die benötigten Kleinteile für die Aufnahme der Stabis an den jeweiligen Querlenkern
Auf dem Foto zu sehen: alle Aufnahmen wurden zusammen gebaut
Die Madenschraube, zur Fixierung des Stabe, wird vormontiert,
Später, bei der Endmontage, kommt natürlich noch ein Tropfen Schraubensicherungslack auf das Gewinde
Hier ist die vordere Achse, mit der Dämpferbrücke, zu sehen
Auf der unteren Seite der Dämpferbrücke, gut zu sehen, die bereits von Werk aus vorhandene Aufnahme für den Stabi
Und hier, ab oberen Querlenker, die Aufnahme für die untere Halterung des Stabis
Die Montage des Stabis ist sehr unkompliziert und mit minimalem Aufwand verbunden
Die Dämpferbrücke ist mit insgesamt vier Schrauben befestigt, wobei nur zwei Schrauben komplett heraus gedreht werden müssen
die restlichen zwei Schrauben müssen nur wenige Millimeter gelöst werden, gerade soviel, das man den Stabi
dazwischen durch schieben kann, bis hin zur Aussparung an der Dämpferbrücke
Jetzt nur noch die Dämpferbrücke etwas angehoben, nun kann man den Stabi herein schieben
Gleich ist der Stabi an seinem Platz
Einfacher geht es wirklich nicht, nun die Schrauben wieder an seinen Platz und fest gedreht
Bei der Konstruktion der Stabi Aufnahme, des Losi XXL, fällt positiv auf, das diese nicht ganz vorne an der Front montiert ist,
wie es z.B. bei den Buggys und Truggies der Fall ist, sondern hinter der Dämpferbrücke
Bei Frontalzusammenstößen kann der Stabi also keinen Schaden nehmen
So, an der Vorderachse sitzt der Stabi-Draht schon mal,
jetzt müssen noch die dazugehörigen Verbindungen zu den Querlenkern hergestellt werden
Die Halterung wird schon mal lose auf den Draht gesteckt
Zuerst aber wird die mitgelieferte Inbusschraube durch den unteren Kugelkopf gesteckt und am Querlenker angeschraubt
Nun wird der Draht im oberen Kugelkopf fixiert, dazu wird an der Madenschraube ein Tropfen
Schraubensicherungslack aufgebracht, um einen sicheren Halt zu gewährleisten
Der Draht wird in der Aufnahme fixiert, überschüssiger Sicherungslack wird abgewischt
derselbe Vorgang an der gegenüberliegenden Seite, dann ist die Vorderachse fertig ausgerüstet
Hier das fertige Ergebnis, alles passt einwandfrei zusammen, und es ist keine Nacharbeit notwendig
Wie bereits erwähnt, wurde an der Vorderachse der etwas dünnere, 2,5 mm starke Draht verwendet
Nun nehmen wir uns die hintere Achse vor
Hier ist ein bisschen mehr Aufwand erforderlich, da der Treibstofftank im Weg ist
Dieser muss erst abmontiert werden, um an die inneren beiden Schrauben der Dämpferbrücke heran zu kommen
Aber das ist schnell erledigt, da nur drei Schrauben gelöst werden müssen
Nun sind die selben Arbeitsschritte, wie an der vorderen Achse, nötig, zwei Schrauben komplett entfernen, die restlichen beiden
Schrauben ein paar Millimeter nur heraus gedreht, alles kein Hexenwerk
Der Stabi sitzt an seiner vorbestimmten Stelle, und die Dämpferbrücke kann wieder befestigt werden
Auch an der hinteren Achse kann dem Stabi bei einem Crash kaum etwas passieren
Nun den Treibstofftank wieder montieren, und wir sind mit der Montage der Stabis fast fertig
An der hinteren Achse wurde der 3 mm starke Draht verwendet
Nur noch die Verbindungsteile von Stabi zu oberer Querlenker montiert
Geschafft, die ganze Montage dauerte nicht mal 15 Minuten, Die Fotos schießen und den Text dazu schreiben, schon länger ;-)
Sicht von oben, auf die Dämpferbrücke, Diff und Stabi
Nun steht noch der Fahrtest an, leider spielt das Wetter momentan nicht mit
Aber ich bin schon sehr gespannt, in wieweit sich das Fahrverhalten durch die montierten
Stabilisatoren ändern wird, sicher, nur im Gelände fahren, bringen diese wohl kaum Vorteile
Aber auf einer Rennstrecke wird es sicher, gerade in den Kurven, einiges bringen