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Fahrbericht zum Carson Street Breaker Nachdem wir uns in Teil 1 die Technik des Street Breaker angesehen haben, folgt nun mein Erfahrungsbericht, was die Performance auf der Strecke angeht
Hier meine Erfahrungen mit dem Fahrzeug Einlaufen lassen des Force Motors Bei dem 21er Force Motor wird zum Einlaufen des Motors, laut Bedienungsanleitung, 10%er Nitromethan Sprit empfohlen. Sogar die Menge, die zum Einfahren empfohlen wird, ist in der Bedienungsanleitung angegeben, 1 Liter soll man erst mit dem 10% igen Nitromethan den Motor einfahren. Nebenbei erwähnt, sehr lobenswert, die Hinweise für den Motor, in der beigefügten Bedienungsanleitung, da Einsteiger in dieses Hobby wertvolle Hinweise bekommen, und nicht mit Fragezeichen dastehen. Zudem ist in der Bedienungsanleitung eine ganze Seite mit Tipps, wenn es irgendwelche Probleme mit dem Fahrzeug gibt, beigefügt Erst wenn der Motor fertig eingefahren ist, wird Nitromethan mit einem Mischungsverhältnis zwischen 16 und 25 % empfohlen Da wir seit Jahren den bewährten Sprit der Firma Topsprit verwenden, der u.a. eine Mischung aus Rizinus- und Synthetiköl besitzt, verwendete ich auch in diesem Fall eine 25 % ige Mischung Aber erstmal weiter . . Laut Bedienungsanleitung ist der Motor, für das Einlaufen, schon voreingestellt, die Grundeinstellung ist angegeben, und sicherheitshalber habe ich diese auch kontrolliert, und war korrekt eingestellt Um die Standgaseinstellung am Vergaser zu überprüfen, wird der Luftfilter abgenommen und nachgesehen, ob in Standgasstellung das Vergaserküken noch ca. 1 mm offen bleibt Der ein oder andere kennt ja den Moment, wenn man an der Funke auf die Bremse geht, und Plopp, der Motor ausgeht, weil das Küken komplett zu macht. Es empfiehlt sich auch gleich nachzusehen, ob bei Vollgasstellung das Vergaserküken komplett aufmacht, was auch der Fall war Das Wichtigste zuerst, den Tank füllen ;-) Reso-Rohr zugehalten, ein paar Mal am Seilzugstarter gezogen, bis Sprit am Vergaser angelangt war, Glühkerzenheizer aufgesteckt, und der dritte Zug am Seilzugstarter erweckte den Motor bereits zum Leben, also durchaus positiv. Der erste Tank soll immer grundsätzlich im Stand erfolgen, am besten das Fahrzeug so abstellen, das die Räder frei drehen können, u.a. wird dadurch die Kupplung geschont Der erste Tank lief aber leider nicht am Stück durch, nach einer viertel Tankfüllung starb der Motor bereits wieder ab, weitere Startversuche blieben erfolglos. Es stellte sich heraus, das die werkseitig montierte Glühkerze kaputt gegangen war, was aber durchaus normal ist. Gerade beim Einlaufen lassen der Motoren gehen gerne mal die Glühkerzen kaputt. Also eine neue Glühkerze rein, eine Rossi R5, und wieder den Motor zum Leben erweckt. Daraufhin lief der Motor, mit einer deutlichen Rauchentwicklung und ohne Mucken, den Rest der 1.Tankfüllung durch. Ab dem 2.Tank habe ich das Fahrzeug, mit eingeschalteter Fernsteuerung, auf einer geteerten Fläche rollen lassen Auch der 2.Tank lief ohne Probleme am Stück durch, bei der 3.Tankfüllung dann wieder eine defekte Glühkerze, also eine weitere neue Glühkerze rein, und wieder den Motor gestartet. Ab dem 4.Tank begann ich, an der Hauptdüsennadel, in 1/8 Schritten, den Vergaser magerer zu stellen, zwischen den Einstellungsveränderungen immer 2 bis 3 Runden auf dem Platz fahrend, und immer wechselnd zwischen Standgas- und 1/3 bis 1/2 Gas gebend. Es mussten dann auch keine weiteren Glühkerzen mehr ausgewechselt werden bei Fahren ohne Karosserie sollte, zumindest sind das meine Erfahrungen, eine Temperatur von ca. 120 ° nicht überschritten werden nach ca. 10 durchgefahrenen Tankfüllungen war der Motor soweit scharf gestellt, das er die volle Leistung abgab, auch die Temperatur des Motors pendelte sich dann auf ca. 130 °, ein, gemessen mit aufgenommener Karosserie (in der Frontscheibe hatte ich bereits zu Anfang eine zusätzliche Öffnung für kühlende Luft geschnitten) So, der Motor war fertig eingefahren, und ich war gespannt, wie sich der Street Breaker auf der Strecke macht Da unsere Offroad-Strecke ihrem Namen alle Ehre macht, sprich es gibt eine Menge Bodenunebenheiten, verwendete ich alle beigefügten zusätzlichen Dämpfer-Clips, um die Bodenfreiheit des Street Breaker so weit wie möglich zu erhöhen. Noch mal kurz zum verbauten 21er Force Motor Ich hatte anfangs Zweifel, ob die Leistung dieses Motors ausreichen würde, um den immerhin gut 4 kg schweren Street Breaker zufrieden stellend anzutreiben Diese Zweifel lösten sich aber auf der Strecke sehr schnell, im wahrsten Sinne des Wortes, in Rauch auf ;-) Ein breites Grinsen verzierte mein Gesicht, denn der Vortrieb war vollkommen ausreichend, selbst auf der langen Geraden konnte ich nie Vollgasstellung erreichen, der Street Breaker preschte vehement über die Fahrbahn Nur im untersten Drehzahlbereich fehlte meines Erachtens etwas Power, diese konnte ich auch durch weitere Einstellungsversuche, an Hauptdüsennadel und/oder Gemischschraube, nicht verbessern Was mich sehr begeisterte, und dies hatte ich ja im 1.Teil des Berichts bereits festgestellt, war der sehr große Lenkeinschlag, auch in den engsten Kurven konnte ich das Fahrzeug ohne Probleme steuern Der einzige Minuspunkt im Bereich der Lenkung war das verbaute Lenkservo, was aber bei den meisten RTR-Modellen der große Schwachpunkt ist, zu schwach und unpräzise Deshalb hatte ich das Standart Servo gleich zu Beginn rausgeschmissen und ein 14 kg Servo an der Lenkung verbaut, zusammen mit der Verwendung eines 5-zelligen Empfänger-Akkus war eine sehr deutliche Verbesserung der Lenkung die Folge
Der am Sender gut erreichbare Drehregler, für die Begrenzung des Lenkeinschlages, ermöglichte es mit ein bisschen Übung, während der Streckenfahrt diese Begrenzung zu verändern Da ich die vordere der beiden getrennt einstellbaren Bremsen mit etwas mehr Biss als die hintere Bremse versehen hatte, konnte ich durch gezieltes Anbremsen im Kurveneingang noch ein bisschen mehr an Kurvengeschwindigkeit herausholen, da sich das Fahrzeug über die Vorderachse leicht herum hebeln ließ Ich experimentierte dann mit einer anderen Einstellung an der Lenkplatte, veränderte also den Ackermann-Effekt, was die Kurvenfahrten noch etwas präziser machte Beim Überfahren des Sprunghügels, bei der Landung nach den Sprüngen, schlug das Chassis allerdings heftig durch, die Dämpferabstimmung war einfach zu weich
Nachdem ich die Dämpfer an den Dämpferbrücken in die steilste Stellung gebracht hatte, zeigte sich eine kleine Verbesserung, aber zufrieden stellend war das noch nicht Für das kommende Tuning-Projekt ist somit als erste und wichtige Tuningmaßnahme härtere Dämpferfedern und ein anderes Dämpferöl eingeplant Erwähnenswert ist die Tatsache, das der Street Breaker beim Springen die Tendenz hatte, nach vorne zu kippen. Durch leichtes Gasgeben während der Flugphase konnte das Fahrzeug aber ohne Mühe in eine waagrechte Stellung gebracht werden Ansonsten war das Fahrwerk des Street Breaker über jeden Zweifel erhaben, auf den Geraden ließ sich das Fahrzeug sehr exakt in der Spur halten, und nach den bereits angesprochenen Einstellungen an den Bremsen auch immer mit gleich bleibender Bremskraft verlangsamen Die Pin-Spike-Reifen bauten auf unserer Offroad-Strecke, mit ihrem Lehmboden, sehr guten Grip auf, insbesondere die Seitenführungskräfte in Kurven war sehr gut
Eine Inspektion des Fahrzeuges, nach vielen gefahrenen Runden auf der Strecke, zeigte keinerlei Verschleiß oder Schäden auf, nur während einer Kurvenfahrt hängte sich an der Vorderachse ein Antriebsknochen wegen einer zu weit eingeschlagenen Lenkung aus und blockierte das linke vordere Rad, was aber durch einfaches Drehen am entsprechenden Rad wieder, ohne das eine Demontage nötig gewesen wäre, gerichtet werden konnte. Da wären zumindest Kardanwellen an der Vorderachse besser, der Hersteller hat diese Kardanwellen übrigens im Tuningprogramm verfügbar, also auch hier ein weiterer Punkt für das geplante Projekt "Tuning am Street Breaker" Fazit: Der Street Breaker macht mächtig Spaß, besitzt ein sehr gutmütiges Fahrverhalten, was Anfängern sehr entgegenkommt, und steckt auch heftige Überschläge ohne Schaden weg. Mit dem 21er Force Motor ist das Fahrzeug ausreichend motorisiert, allerdings ist es nicht ganz einfach, diesen Motor einzustellen, und insbesondere für Anfänger eine Hürde, die erst mal genommen werden muss. Die Lenkung ermöglicht es, auch engste Kurvenradien zu fahren Eine umfangreiche Tuningteile-Liste ermöglicht es, das Fahrzeug aufzurüsten Für mich ein ideales Modell für Anfänger sowie auch Fortgeschrittene Und damit ihr euch selbst von den Fahrleistungen des Street Breaker ein Bild machen könnt, wir hatten die Videokamera dabei und filmten den Praxistest, das Video könnt ihr hier sehen |