23.01.2011

Losi XXL Umbau der Kunststoffdämpfer zu Alu Dämpfer

Wie bereits angekündigt, werden die Standart Kunststoff Stoßdämpfer

an meinem Losi XXL durch Alu Pendants aufgewertet

Nachfolgend der Baubericht

 

Eigentlich wollte ich nur die Dämpfergehäuse umbauen, nun habe ich mir aber weitere Alu Teile für die Dämpfer bestellt

Folgende Teile wurden gekauft:

- Dämpfergehäuse Losi Alu

- Dämpferkappen Alu von Losi

- Dämpferaugen von Hot Racing

- Gelbe Dämpferfedern 8,3 lbs (etwas Härter) von Integy

und alternativ

-  Gunmetal Monster Lift Spring 8.0 lbs von Hot Racing

und zu guter Letzt Dämpferöl

- 350 cps für VA, und 400 cps für HA Silikonöl, von Ansmann Racing

 

Zuerst steht der Ausbau der Stoßdämpfer, am Losi XXL, an

 

 

Es sind pro Dämpfer je zwei Schrauben zu lösen, hier am unteren Querlenker . . .

 

 

. . . und hier an der Aufnahme der Dämpferbrücke

 

 

Der erste Dämpfer ist schnell ausgebaut, insgesamt dauert die Demontage aller vier Dämpfer nur wenige Minuten

 

 

Die ausgebauten Dämpfer zeigen noch Schmutz vom letzten Rennen

 

 

Ein interessanter Größenvergleich, Rechts der Losi Dämpfer, links ein Dämpfer vom MTA4,

dieser wirkt mickrig im direkten Vergleich

Kein Wunder, das am MTA4 die doppelte Zahl an Dämpfern notwendig sind ;-)

 

 

Der Dämpfer, mit abgebautem Federteller und Feder

 

 

Als nächstes wird die Dämpferkappe entfernt, dazu wird ein Inbusschlüssel in die Bohrung gesteckt und gegen den Uhrzeigersinn

die Kappe abgeschraubt, dabei darauf achten, das der Dämpfer senkrecht gehalten wird, sonst läuft das Öl heraus

 

 

ACHTUNG: Das alte Dämpferöl muss gemäß örtlichen Vorschriften entsorgt werden, kann also nicht einfach in den Hausmüll

 

 

Dazu nehme ich einen leeren Nitro Kanister, in dem ich das alte Silikonöl aufbewahre, um dieses zur Entsorgung zu bringen

 

 

die Dämpferkappe inklusive Dichtring sind entfernt

 

Als nächstes wird die Rändelmutter, zur Vorspannung der Feder, abgenommen

 

 

Als nächstes muss die Kolbenstange aus dem Gehäuse entfernt werden, dazu wird mit einer Zange die Mittelstabeinheit herausgeschraubt

 

Das Gehäuse, jetzt getrennt von Kolbenstange/Kolbenteller und Mittelstabeinheit

 

Nun sind die Dämpferaugen von den Kolbenstangen zu schrauben

 

 

Noch in der Verpackung, die Alu Pendants von Hot Racing

 

 

Im direkten Vergleich, die Kunststoff Dämpferaugen von Losi und die Alu Parts von Hot Racing

 

 

Um die Kolbenstange nicht zu beschädigen, wenn wir diese mit der Zange fixieren, verwende ich ein Stück Schaumstoff

 

 

Das Schaumstoff wird um die Kolbenstange gelegt, somit können wir die Zange, ohne Kratzer zu hinterlassen, verwenden

 

 

Auch hier verwende ich einen Inbusschlüssel, um das Dämpferauge von der Kolbenstange abzudrehen

 

 

Vorsichtshalber bringe ich einen Tropfen mittelfesten Schraubensicherungslack auf das Gewinde der Kolbenstange auf . . .

 

 

. . . bevor das Dämpferauge aus Aluminium aufgeschraubt wird

 

 

Ich finde, das schaut schon mal sehr gut aus, die Alu Dämpferaugen schauen wirklich edel aus

 

 

An allen Kolbenstangen sind die Dämpferaugen ausgetauscht, Das Ergebnis kann sich sehen lassen

 

 

Nun sind auch die Dämpfergehäuse aus den Staaten angekommen

 

 

Es sind Alu Gehäuse, von Losi, wie sie im LST2 bereits verbaut sind, nur leider nicht im XXL, aber das wird ja jetzt geändert

 

 

Die Dämpfergehäuse machen einen sehr hochwertigen Eindruck und schauen super aus

 

 

Direkter Vergleich mit dem Kunststoffgehäuse

 

 

Das innere sowie äußere Gewinde an den Alu Gehäusen ist sauber gearbeitet

 

 

Beginnen wir mit dem Aufbau

 

 

zuerst wird die Rändelmutter, zur Federvorspannung, sowie die Dichtung für die Dämpferkappe angebracht

 

 

Dann wird die Mittelstabeinheit, mit Kolbenstange, in das Gehäuse verbaut

 

 

Wow, was für ein Anblick, obwohl noch nicht komplett

 

Die Kolbenplatte passt perfekt in das neue Alu Dämpfergehäuse

 

Alle vier Dämpfer sind soweit fertig gestellt, es gibt zwar auch Rändelmuttern und Mittelstabeinheit aus Alu,

ich finde aber, etwas Kontrast sollte bleiben, zudem denke ich an den Einsatz auf der Strecke

Da leicht Schmutz auf das Außengewinde der Dämpfergehäuse gelangen kann,

ist es schnell passiert, das beim Verstellen der Rändelmuttern das Gewinde Schaden nimmt, und

die Kunststoffrändelmuttern geben da schneller nach, so das die Alu Gehäuse verschont bleiben

 

Nun kommen wir zur Befüllung der Dämpfer, mit Dämpferöl

Von Ansmann habe ich mir folgende Dämpferöle bestellt

In den Original Dämpfern des Losi XXL befindet sich ein 30 wt Silikonöl

Für die Vorderachse bin ich dabei geblieben,  350 cps = ca. 30 wt

und für die Hinterachse habe ich ein geringfügig härteres Öl, 400 cps = ca. 34 wt, genommen


Tipp

Es gibt ein tolles Tool, von Offroad-Cult, zum Umrechnen

Dieses Tool soll dabei helfen, die beiden bei Stoßdämpferölen und Diffölen verwendeten Einheiten

 "cps" und "wt" umzurechnen und damit Setups miteinander vergleichbar zu machen.

Hier klicken . . .


 

Erstmal alles zurechtlegen, links Vorderachs-Dämpfer, rechts im Bild die Dämpfer für die Hinterachse

 

 

Ich beginne mit den Dämpfern für die Vorderachse, das 30 wt Öl wird bis Oberkante Dämpfergehäuse eingefüllt

 

 

Dann muss die Kolbenplatte mehrmals auf und ab geschoben werden, dies soll Luftblasen aus dem Öl treiben

 

 

Man sieht deutlich die Luftblasen, diese müssen komplett heraus, um eine ordnungsgemäße Befüllung zu bekommen

 

 

Nach 10 Minuten sieht man schon eine deutliche Verbesserung

 

 

Die mit dem neuen Öl befüllten Dämpfer sollten mindestens eine halbe Stunde ruhen, um auch die letzten Luftblasen heraus zu bekommen

 

 

Nachdem auch die letzten Luftblasen aus dem befüllten Silikonöl verschwunden sind, werden die Dämpferkappen montiert

 

 

Die Dämpferkappen des Losi XXL verfügen über eine Entlüftungsschraube mit Silikondichtring,

vor Montage an dem Dämpfergehäuse wird diese entfernt

 

 

Nun wird die Dämpferkappe vorsichtig aufgeschraubt,

vorher muss aber die Kolbenplatte im Dämpfergehäuse ganz nach oben geschoben werden

 

 

Überschüssiges Öl, das über die kleine Schraubenöffnung herausgedrückt wird, mit einem Lappen abgewischt,

und im Anschluss die Entlüftungsschraube wieder in die Dämpferkappe geschraubt

 

 

 

Die Dämpfer der Vorderachse sind fertig beüllt

 

 

Nun werden die Dämpfer der Hinterachse der Hinterachse, mit dem etwas härteren 34 wt Öl, auf die selbe Weise befüllt

 

 

Nun sind die Dämpfer fertig befüllt, um diese auseinander halten zu können, habe ich diese paarweise, zusammen mit dem

entsprechenden Silikonöl, in getrennte Schalen gelegt.

 

 

Nachtrag: ich habe mir nun doch doch die Alu Dämpferkappen von Losi bestellt

Neben den Dämpferkappen aus blau eloxiertem Aluminium sind auch Dichtringe sowie Schrauben für Be-, bzw. Entlüftung dabei

 

 

Die Alu Dämpferkappen im Detail

 

 

im direkten Vergleich machen die Alu Dämpferkappen was her

 

 

Nun noch die restlichen drei Dämpferkappen ausgetauscht

 

 

Was wirklich erstklassig ist, die Alu Pendants haben dieselbe Be-, bzw.Entlüftungsschrauben wie die Original Kunststoffkappen

 

 

Alle vier Dämpfer sind komplettiert, und machen optisch einen super Eindruck

 

 

Es sind auch die gelben Tuning Dämpferfedern von Integy eingetroffen

Voller Vorfreude packe ich diese aus . . .

 

 

Allerdings muss ich eine herbe Enttäuschung erleben

zum einen sind die Tuningfedern ein kurzes Stück kürzer ;-(

 

 

 

zum anderen sind diese vom Innendurchmesser zu klein und passen nicht auf den Federteller

Auch passen sie nicht auf die Rändelmutter (zur Federvorspannung) ;-((

 

 

Nun, ich habe noch, von Hot Racing, alternativ, spezielle Tuningfedern, mit ähnlicher Federhärte,

Gunmetal Monster Lift Spring 8.0 lbs, bestellt

Sobald diese da sind, geht es hier weiter

Nachtrag: die Federn von Hot Racing sind angekommen

 

Die Gun Metal Federn aus den USA, noch in der Verpackung

 

 

Im direkten Vergleich:

Links die Integy Tuningfeder (gelb), Mitte die Standartfeder, rechts die Hot Racing Tuningfeder

Die Hot Racing Feder hat zum einen ca. 50 % weniger Windungen . . . .

 

 

. . . und ist deutlich länger als die Standartfeder sowie die Integy Feder, genau genommen sind es 8 mm mehr

 

 

Um bei der Endmontage der Stoßdämpfer diese nicht versehentlich zu vertauschen

(für Vorder- und Hinterachse habe ich ja unterschiedliche Silikonöle verwendet)

habe ich mir schnell ein paar kleine Schilder gebastelt

 

 

Alle notwendigen Teile liegen bereit, und die Dämpfer für Vorder- und Hinterachse sind auch schon gekennzeichnet

 

 

Die Federn sind schnell montiert, und somit sind die Dämpfer bereit für den Einbau an den Losi XXL

 

Die Hot Racing Federn passen ganz genau an Federteller und

Rändelmutter, im Gegensatz zu den Integy Federn

 

Direkter Vergleich Standart Dämpfer und das Pendant aus Aluminium

Die Hot Racing Feder ist deutlich härter als die Original verbaute Dämpferfeder

 

Hier sieht man gut, das die Hot Racing Feder auch bei ganz ausgedrehter

Rändelmutter noch auf Druck ist, während die Stock Feder Spiel hat

 

Hier noch deutlicher: der Federteller, mit der Stock Feder (links) hat keinen Kontakt mehr mit der Feder

während die Hot Racing Feder mit Druck auf dem Federteller lastet

 

 

Aber nun zum Einbau der Dämpfer, zuerst an der vorderen Achse

 

 

Zuerst montiere ich beide Dämpfer unten, an den Querlenkern

Wenn ich die Dämpfer zuerst oben an der Dämpferbrücke montieren würde,

und dann erst an den Querlenkern, wäre durch den Druck der Dämpferfedern die Montage schwieriger zu handeln

 

 

Dabei drehe ich die Dämpferkappen so, das die Be- bzw. Entlüftungsschrauben nach außen zeigen

 

 

Beide Dämpfer an der vorderen Achse sind montiert, und das Ergebnis schaut sehr gut aus

 

Wenden wir uns nun der hinteren Achse zu, die Arbeitsschritte sind natürlich die selben wie an der vorderen Achse

 

 

Erst die Montage an den Querlenkern . . .

 

 

. . . und anschließend an der Dämpferbrücke, nun sind alle vier Tuning Dämpfer an ihrem Platz

 

 

mit aufgesetzter Karosserie machen sich die neuen Aluminium Dämpfer richtig gut

 

Ende des Bauberichtes

Das nächste Tuning Projekt am Losi XXL wird den Motor betreffen, schaut also mal wieder hier rein


Nachtrag in der Rubrik "Projekte", betreffend Tuning an meinem Losi XXL Monstertruck, Alu Dämpfer,

Ich habe mir eine Feinwaage besorgt, um die Gewichtsunterschiede,

zwischen den Standart Kunststoffteilen und den dafür eingesetzten Aluminiumteilen, zu messen.

Mit dieser Waage habe ich einen Messbereich von 0,2 bis 2000 Gramm.

In Foren und dergleichen hört man ja immer wieder, das Alu Teile im Vergleich zu den Kunststoffteilen viel zu schwer wären,

und zudem nicht flexen. Natürlich machen flexende Teile an bestimmten Stellen im Modell Sinn,

 z.B. Querlenker, diese würde ich auch nicht gegen Pendants aus Alu tauschen,

bei Achsschenkeln, Dämpferbrücken oder den Dämpfern selbst wiederum macht es absolut Sinn,

da an diesen Bauteilen Präzision und Formstabilität gefragt ist.Und was den Gewichtsunterschied ausmacht,

so gewaltig ist dieser gar nicht, mit Hilfe der Waage werde ich das Mehrgewicht aller von mir eingesetzten Aluminium Parts erfassen,

bei den Alu Dämpfern habe ich damit begonnen.

 

Das Foto zeigt die Feinwaage, die bis 0,2 Gramm genau das Gewicht anzeigt

 

Die Waage bietet diverse Anzeigeoptionen, unter anderem besitzt sie eine Tara Funktion

 

 

Das Original Dämpfergehäuse wiegt 12,7 Gramm

 

 

Das Dämpfergehäuse aus Alu bringt es auf 25,8 Gramm

 

 

Die Kunststoff Dämpferkappe = 6,9 Gramm

 

 

Die Alu Dämpferkappe = 12,4 Gramm

 

 

Das Original Dämpferauge aus Kunststoff = 3 Gramm

 

 

Das Dämpferauge aus Aluminium = 4,5 Gramm

 

Hier das Ergebnis:

  Originalteil aus Kunststoff Aluminium Tuning Teil Mehrgewicht
Dämpfergehäuse (4 Stück) 12,7 * 4 = 50,8 25,8 * 4 = 103,2 52,4
Dämpferkappe (4 Stück) 6,9 * 4 = 27,6 12,4 * 4 = 49,6 22
Dämpferauge (4 Stück) 3 * 4 = 12 4,5 * 4 = 18 6
Modellgewicht LST XXL 5897 5977,4 Gesamt 80,4 Gramm Mehrgewicht

Das Ergebnis zeigt, das die Aluminium Dämpfer, im Vergleich zu den Original Kunststoffdämpfern, gerade mal knapp über

80 Gramm Mehrgewicht haben, bei einem Modellgesamtgewicht von ursprünglich 5897 Gramm ist das nicht wirklich ein Problem

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